Himmelsinstrumente

Strumenti per i giardini del cielo

Die Himmelstafel macht die Bewegungen von Sonne, Mond und Planeten im Tierkreis sichtbar.


Sie zeigt den Himmel aus der Sicht der Erde und erklärt anschaulich, warum Sonne, Mond und Planeten scheinbar über den Himmel „wandern“. Das Modell verbindet Kunst, Astronomie und digitale Medien durch NFC-Technologie.



 

Bild: KI generiert

Himmelstafel /Lavagna del cielo

Eine Bauanleitung

Auf Grundlage Prof. Nicoletta Lancianos Didaktik “Strumenti per i giardini del cielo”* (Moviemento di Cooperazione Educativa) erstellte Aurelia e.V. im Rahmes des Erasmus Plus Förderprojektes die Bauanleitung. Die Partnerschule Diesterweg-Gymnasium Berlin wird unter der Leitung von Grit Krahmer die Himmelsrafel bauen und in der Schule ausstellen.

 

 

Astronomische Grundlagen

1. Der Himmel als gedachte Kugel (Firmament)
Wenn wir in den Himmel schauen, erscheint er wie eine große, halbkugelförmige Fläche – das sogenannte Firmament oder die Himmelskugel. In dieser Vorstellung steht die Erde im Mittelpunkt, und die Sterne sind auf die innere Fläche dieser Kugel „gezeichnet“. Das ist natürlich nur ein Denkmodell, hilft aber dabei, Himmelsrichtungen und Bewegungen zu verstehen.

2. Fixsterne und Wandelsterne

  • Fixsterne sind weit entfernte Sonnen. Ihre gegenseitige Lage ändert sich über Jahrhunderte kaum, daher sehen wir sie immer in denselben Mustern – den Sternbildern.
  • Planeten unseres Sonnensystems, die Sonne und der Mond verändern dagegen ständig ihre Position gegenüber den Fixsternen.
    Weil die Erde sich bewegt, erscheinen sie am Himmel „wandernd“ – daher die Bezeichnung Wandelsterne.

3. Bewegung der Erde und scheinbare Sonnenbahn
Die Sonne steht im Mittelpunkt des Sonnensystems. Die Erde bewegt sich um sie herum (einmal im Jahr) und dreht sich gleichzeitig um ihre eigene Achse (einmal pro Tag). Dadurch scheint es für uns, als würde die Sonne über den Himmel ziehen – aufgehen, ihren höchsten Punkt erreichen und wieder untergehen.

4. Der Zodiak (Tierkreis)
Im Jahresverlauf steht die Sonne jeden Tag vor einem anderen Hintergrund aus Sternbildern.
Dieser Streifen aus zwölf Sternbildern wird Zodiak oder Tierkreis genannt. Er ist etwa 16 Grad breit und enthält die bekannten Sternbilder: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann und Fische. Auch Mond und Planeten befinden sich immer innerhalb dieses Streifens.

5. Die Ekliptik
Die Ekliptik ist die gedachte Linie, auf der die Sonne im Lauf eines Jahres scheinbar über den Himmel zieht. Weil sich die Erde um die Sonne bewegt, verändert sich unsere Blickrichtung – dadurch steht die Sonne jeden Monat vor einem anderen Sternbild. Auch die Bahnen von Mond und Planeten liegen in der Nähe dieser Linie.

6. Bedeutung für die Himmeltafel
Die Himmeltafel zeigt außen die Fixsterne, in der Mitte den Tierkreis mit der Ekliptik und darauf die beweglichen Marker für Sonne, Mond und Planeten.
So kann man beobachten, wie sich diese Himmelskörper scheinbar bewegen – tatsächlich aber die Erde selbst in Bewegung ist.

 

Lernziele

  • Die Bewegungen von Sonne, Mond und Planeten verstehen.
  • Unterschied zwischen Fixsternen und Wandelsternen erkennen.
  • Künstlerische Darstellung des Himmels und astronomischer Zusammenhänge.
  • Anwendung digitaler Medien durch NFC-Technologie.

 

Materialliste

  • Holzplatte oder fester Karton (mind. 80 × 80 cm)
  • Acrylfarben (Nachtblau, Weiß, Gold, ggf. Schwarz und Rot)
  • feine Pinsel, Permanentmarker
  • Lineal, Zirkel, Geodreieck
  • Ausdrucke oder Vorlagen der zwölf Tierkreissternbilder
  • kleine Magnete oder bewegliche Marker (für Sonne, Mond, Planeten)
  • transparente Folie oder Klarlack (Schutzschicht)
  • NFC-Tags (mind. 10 Stück, selbstklebend, beschreibbar)
  • Smartphone oder Tablet mit NFC-Lese-/Schreibfunktion
  • Aufhängung oder Stellrahmen für die Ausstellung

 

Bauanleitung

  1. Grundierung: Holzplatte mit dunkler Acrylfarbe (Nachtblau) bemalen, trocknen lassen.
  2. Zodiak anlegen: Mit Zirkel einen breiten Kreis zeichnen (Tierkreis), in zwölf Abschnitte unterteilen und beschriften.
  3. Ekliptik einzeichnen: Eine leicht geneigte Linie durch den Tierkreis ziehen – das ist die Sonnenbahn.
  4. Sternbilder gestalten: Jedes Sternbild künstlerisch ausmalen, Linien, Symbole oder Collagen verwenden.
  5. Marker anbringen: Kleine Magnete oder Plättchen für Sonne, Mond und Planeten befestigen (beweglich).
  6. NFC-Integration:
    • Hinter ausgewählten Sternbildern oder Markern NFC-Tags ankleben.
    • Tags mit Informationen oder Audioaufnahmen beschreiben (Mythologie, Sternbild, astronomische Fakten).

 

Durchführung

  • Dauer: ca. 3–4 Doppelstunden.
  • Gruppengröße: 2–3 Schüler pro Sternbild.
  • Präsentation: Ausstellung im Glaskasten oder an der Wand mit begleitendem Informationstext.

 

Sicherheit und Organisation

  • Nur ungiftige, wasserlösliche Farben verwenden.
  • Platte vollständig trocknen lassen, bevor NFC-Tags angebracht werden.
  • Beim Arbeiten mit Werkzeugen (Bohrer, Cutter) Vorsichtshinweise geben.
  • Geräte mit NFC nur unter Aufsicht verwenden.

 

Fächerübergreifende Bezüge

  • Kunst: Gestaltung, Farbe, Komposition.
  • Physik/Astronomie: Himmelsbewegungen, Orientierung, Sonnenbahn.
  • Sprachen / Geschichte: Mythen und Begriffe der Sternbilder.
  • Digitale Bildung: Erstellung von NFC-Inhalten, Medienkompetenz.


 

Interaktive Dimension – Dialog zwischen Mensch und Sternen


Technische Umsetzung

Die Himmeltafel wird durch NFC-Tags zum sprechenden Objekt. Hinter ausgewählten Sternbildern oder Symbolen werden kleine, flache NFC-Chips angebracht. Sie können mit jedem modernen Smartphone oder Tablet ausgelesen werden – zusätzliche Geräte sind nicht nötig. Über eine einfache App (z. B. NFC Tools oder NXP TagWriter) werden auf den Tags Audiodateien, Texte oder Links gespeichert.

 

Technische Basisdaten

  • Typ: NFC-Tags NTAG213 oder NTAG215, selbstklebend, 25–30 mm Durchmesser
  • Speicherkapazität: 144–504 Byte – ausreichend für kurze Texte oder Links zu Audiodateien
  • Kompatible Geräte: alle Android-Smartphones mit NFC, iPhone 7 oder neuer
  • Zusätzliche Lesegeräte (optional): ACR122U USB-Reader (ca. 30 €)

 

Beispiel für einen poetischen Dialog

„Ich bin Gemini, die Zwillinge.
Zwei Gesichter – zwei Wege – ein Ursprung.
Wir tragen das Licht der Begegnung.

Die Sterne, die du siehst – Castor und Pollux –
sind weit voneinander entfernt,
und doch erscheinen sie dir verbunden,
so wie Menschen, die sich verstehen,
auch über große Distanzen hinweg.

In meiner Sprache des Himmels heißt das:
Lerne zuzuhören, bevor du antwortest.
Suche in jedem Gespräch das,
was euch verbindet, nicht das, was trennt.

Ich bin das Zeichen der Zwillinge –
mein Element ist die Luft,
mein Auftrag: der Dialog.“

 

Pädagogischer Wert

Der Dialog zwischen Mensch und Sternen als Verbindung aus Wissen und Empfindung. Die NFC-Technik dient hier nicht nur der Information, sondern der Resonanz: Sie öffnet einen Raum, in dem Schüler ihre Gedanken, Träume und Erkenntnisse in den Kosmos „einschreiben“, oder als Reflexion zum Thema „Was könnte das Universum sich von uns Menschen wünschen?“.

 

Didaktischer Hintergrund für Multiplikatoren

  • Astronomisch: Das Sternbild Zwillinge besteht aus den hellen Sternen Castor und Pollux, die am Winterhimmel deutlich zu erkennen sind.
  • Mythologisch: In der griechischen Sage sind Castor und Pollux Brüder – einer sterblich, einer unsterblich. Aus Liebe und Verbundenheit durften sie abwechselnd im Himmel und auf der Erde leben.
  • Innerer Bezug (IDGs): Kommunikation, Empathie, Wahrnehmung des Anderen.
  • Vorschlag für Schülerarbeit: Schüler verfassen eigene Texte über „Begegnung“ oder „Zuhören“. Diese können ebenfalls als NFC-Audios aufgespielt werden.

 

 

1. Meridiana portabile  Mobiles Meridian-Modell

(nach dem historischen Vorbild des Mailänder Doms)

 

1. Einleitung: Der Meridian im Mailänder Dom

Im Dom von Mailand fällt jeden Mittag ein Sonnenstrahl durch ein kleines Loch im Dachgewölbe auf eine Metalllinie im Boden. Diese Linie, der Meridian, wurde im 18. Jahrhundert von Astronomen angelegt, um den Moment des wahren Mittags – also den höchsten Stand der Sonne – genau zu bestimmen. Wenn der Lichtpunkt den Meridian trifft, ist es 12 Uhr Sonnenzeit.
Entlang der Linie sind zusätzlich die Tierkreiszeichen und die Daten der Sonnenwenden markiert – so wird nicht nur der Tag, sondern auch der Jahreslauf sichtbar.

 

2. Idee des mobilen Modells

Das mobile Meridian-Modell macht die tägliche Sonnenbewegung und den Begriff des „wahren Mittags“ erlebbar. Es besteht aus einer tragbaren Grundplatte mit einer eingelassenen Nord-Süd-Linie und einem abnehmbaren Sonnenstab (Gnomon), der während der Beobachtung eingesetzt wird.
Im Gegensatz zu einem fest installierten Schulhof-Meridian kann dieses Modell:

  • im Unterricht vorbereitet,
  • im Freien beobachtet,
  • und anschließend sicher im Gebäude ausgestellt werden.

Es verbindet wissenschaftliche Genauigkeit mit handwerklicher und künstlerischer Gestaltung.

 

3. Materialien

  • stabile Holz- oder Metallplatte (ca. 80 × 40 cm) frei künstlerisch gestaltbar
  • eingelassene Metall- oder Messinglinie als Nord-Süd-Markierung
  • kleiner Kompass zur Ausrichtung
  • abnehmbarer Gnomon-Stab aus Edelstahl oder Aluminium (ca. 40 cm lang)
  • Sockelbuchse oder Rohrführung zum Einsetzen des Stabs
  • Libelle oder kleine Wasserwaage zur horizontalen Ausrichtung der Platte
  • Gravur oder Beschriftung: Himmelsrichtungen, evtl. Sternzeichen oder Sonnendaten
  • optional: Klappfüße oder Holzrahmen, um die Platte leicht zu neigen
  • wetterfeste Farben oder Lacke, Schutzlack gegen Feuchtigkeit

 

4. Aufbau

  1. Grundplatte vorbereiten:
    Eine rechteckige Platte aus Holz (mind. 2 cm stark) oder Aluminium dient als Basis.
    Die Längsachse der Platte ist die Nord-Süd-Richtung.
  2. Meridianlinie markieren:
    In der Mitte eine Metall- oder Messingleiste einlassen oder mit feiner Gravur einzeichnen. Diese Linie symbolisiert den Meridian.
  3. Buchse einsetzen:
    Eine kleine Metallhülse wird in die Platte eingelassen, damit der Gnomon (Stab) exakt senkrecht steht. Er ist abnehmbar und kann separat aufbewahrt werden.
  4. Ausrichtungsmarken:
    Nord- und Südende der Linie deutlich kennzeichnen (Kompassrichtung).
    Eine kleine Libelle in die Platte einbauen, um den waagerechten Stand zu prüfen.
  5. Künstlerische Gestaltung:
    Schriftzug „Meridiano di Milano – Schulprojekt nach historischem Vorbild“,
  6. evtl. Tierkreiszeichen, Zitate oder Symbole hinzufügen.

 

5. Anwendung im Freien

  1. Aufstellen:
    Die Platte wird auf den Boden gelegt oder auf einen stabilen Tisch im Freien gestellt.
    Mit Hilfe des Kompasses exakt Nord-Süd-Ausrichtung einstellen.
    Platte waagerecht ausrichten.
  2. Gnomon einsetzen:
    Stab in die Buchse stecken; er muss senkrecht stehen.
  3. Beobachten:
    Schüler beobachten den Schattenverlauf des Stabs im Laufe des Vormittags.
    Wenn der Schatten exakt auf die Meridianlinie fällt, ist es wahrer Mittag.
  4. Dokumentation:
    Zeit und Datum notieren; Vergleich mit der Uhrzeit (Zivilzeit).
    Eventuell Foto oder Zeichnung anfertigen.
  5. Nachbesprechung:
    Erklären, dass die Erde sich um ihre Achse dreht und die Sonne dadurch scheinbar wandert. Der Moment, in dem der Schatten die Linie trifft, ist der höchste Sonnenstand.

 

6. Sicherheit und Aufbewahrung

  • Nach der Beobachtung den Gnomon herausnehmen, in Stoffhülle oder Holzköcher aufbewahren.
  • Platte trocken lagern, z. B. in einem Schrank oder Präsentationsrahmen im Physikraum.

 

7. Erweiterungsideen

  • Messreihe über das Jahr: Schattenlänge zur Mittagszeit an verschiedenen Daten dokumentieren → zeigt den Jahreslauf der Sonne.
  • Digitale Ergänzung: NFC-Tag auf der Platte mit einem Text oder Audio, der die Geschichte des Mailänder Meridians erzählt.
  • Poesie / IDGs: Schüler können Texte über Zeit, Licht und Veränderung aufnehmen – die Platte wird zu einem „sprechenden Objekt“.

 

8. Beispieltext (für NFC oder Infotafel)

„Dieses Modell erinnert an den Meridian im Dom von Mailand.
Dort fällt seit Jahrhunderten ein einziger Sonnenstrahl zur Mittagszeit auf eine Linie im Boden.
Auch hier erzählt das Licht, wann der Tag seinen höchsten Punkt erreicht.
Zeit wird nicht gezählt, sie wird sichtbar.“

 

 

2. CYANOMETRO - BLUE – AZZURRO – BLEU – Das viele Blau

 

Es gibt Farben, die erzählen. Und es gibt Blau – jene Farbe, die sich entzieht und zugleich alles umhüllt. Im Himmel und im Meer ereignet sich Blau nicht als Stoff, sondern als Lichtphänomen: Es entsteht, weil die Luft die roten Strahlen verschluckt und die blauen in alle Richtungen streut. So ist der Himmel kein bemaltes Dach, sondern eine lebendige Tiefe aus Licht, Luft und Zeit.

Seit Jahrhunderten gilt Blau als die Farbe der Sehnsucht.
Sie war kostbar wie Gold, weil sie einst aus Lapislazuli gewonnen wurde – jenem Stein „von jenseits des Meeres“, dem ultramarinum. Fra Angelico, Giotto und die Meister von Assisi malten mit ihm Himmel, Heiligkeit und Unendlichkeit. Yves Klein nannte Blau später „das Nichts, das alles umfasst“.

Blau ist Natur und Idee zugleich:
Es ist die Farbe der Ferne, des Atems, der Übergänge zwischen Tag und Nacht.
Wer Blau betrachtet, steht zwischen Physik und Poesie – zwischen Wahrnehmung und Welt.

Im Cyanometer begegnet uns das Blau als messbare Erfahrung.
Im Pigmentlabor (Blue–Azzurro–Bleu) wird es mit Händen greifbar.
Beide Wege führen zum gleichen Staunen:
dass Farbe selbst eine Brücke ist – zwischen Auge, Atmosphäre und Vorstellungskraft.

*(Transfer Aurelia e.V., „Blue–Azzurro–Bleu“) *

 

Materialliste

1. Für das Cyanometer

  • stabiler Karton oder Aquarellpapier (DIN A4 oder A3)
  • Zirkel, Lineal, Bleistift, Schere
  • Pinsel und Mischpalette
  • Wasserfarben oder Tempera-Farben in Blautönen und Weiß
  • Filzstifte oder Marker (zur Nummerierung der Farbfelder)
  • optional: Klammer oder Musterbeutelclip, um eine drehbare Scheibe zu bauen
  • Beobachtungsblätter: Datum, Uhrzeit, Ort, Wetter, ausgewählte Farbnummer

2. Für das Pigment-Experiment (Blue–Azzurro–Bleu)

  • Kupferacetat (Grünspan) – ca. 20 g pro Team
  • Kalkmilch – ca. 20 ml pro Team
  • Mörser & Stößel
  • Flammruß/Lampenschwarz – für dunklere Blautöne
  • Pinsel, Gefäße, Schraubgläser
  • Stein-, Holz- oder Gipsplatten für künstlerische Anwendung

3. Zusatzmaterialien

  • Kompass oder App zur Himmelsausrichtung
  • Digitalkamera/Handy (optional zur Dokumentation)

 

1. Einstieg – „Warum ist der Himmel blau?“

Start mit einem Impulsbild oder einer kleinen Geschichte (z. B. Blaue Blume der Romantik, Yves Klein). Anschließend gehen wir der naturwissenschaftliche Frage nach: Warum sehen wir den Himmel blau?
→ Physikalisch: Rayleigh-Streuung – Luftmoleküle lenken kurzwelliges Licht stärker ab als langwelliges.

 

2. Bau des Cyanometers

  1. Einen Kreis (ca. 20 cm Ø) in 18–24 Segmente einteilen.
  2. Mit verschiedenen Blautönen bemalen – von hell bis dunkel.
  3. Jedes Feld nummerieren (1 = hell, 24 = dunkel).
  4. Nach Wunsch auf einen Hintergrund kleben oder drehbar montieren.

 

3. Anwendung

  • Schüler halten das Cyanometer in Richtung Himmel, möglichst ohne direktes Sonnenlicht.
  • Sie vergleichen den Farbton mit ihrer Skala und notieren die Nummer.
  • Ergänzend: Uhrzeit, Wetter, Standort.
  • Mehrere Beobachtungen pro Tag ergeben ein Farbprofil des Himmels.

 

4. Erweiterung: Unser Blau

  • Schüler stellen im Labor ihr eigenes Blau her (Kupferacetat + Kalkmilch + Lampenschwarz).
  • Sie gestalten mit dem Pigment die Skala des Cyanometers, eine Himmeltafel oder dekorative Elemente der Sonnenuhr.
  • So entsteht eine Verbindung von physikalischer Beobachtung und künstlerischer Praxis.

 

5. Reflexion

  • Was verändert das Wetter, die Höhe, die Luftfeuchtigkeit?
  • Welche Bedeutung hat Blau in Kunst, Religion, Philosophie?
  • Wie fühlt sich „helles“ oder „tiefes“ Blau an?
    → Das Blau wird zum Resonanzraum zwischen Wissen und Empfindung.

 

Pädagogische Ziele

  • Förderung von Beobachtung, Konzentration und ästhetischem Denken
  • Verbindung von Kunst, Physik, Geschichte und digitaler Bildung
  • Stärkung interdisziplinärer Kompetenzen und kreativer Ausdrucksformen

 


*=

  • Herausgeber: Asterios
  • Erscheinungstermin ‏ : ‎ 23. Januar 2020
  • Auflage ‏ : ‎ 4.
  • Sprache ‏ : ‎ Italienisch
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe ‏ : ‎ 208 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 8893131498
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-8893131490
     

 

The project is/was supported by the EU programme Erasmus+ Youth in Action. This publication reflects the views only of the author and the Commission cannot be held responsible for any use which may be made of the information contained therein.

Das generische Maskulinum dient der Lesbarkeit – alle sind gemeint.


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