
Befragung der Schüler
zum Vortrag im Planetarium
Wir haben insgesamt ein sehr positives Feedback zum Vortrag "Durch Weite und Wildnis" mit Achill und Aaron Moser - auch von Seiten der Jugendlichen - weniger als 5 % ungültige Antworten/Fragebogen ist eine super Quote bei der Altersgruppe 12-15 - und eben auch bei der zeitlichen Verschiebung.
Wir hatten ja keinen klassischen Fragebogen erstellt, mit multiple choice usw, um das Ganze nicht zu schulisch aussehen zu lassen und weil freie Antworten natürlich spannender sind. Auf der Basis dieser kleinen Projekt-Umfrage (immerhin ist sie mit deutlich mehr als 30 Befragten quasi repräsentativ) wird nun eine professionelle Umfrage zum Thema "Mensch-Natur-Resonanz" erstellt werden.
Umfrageergebnisse
vor und nach dem Vortrag „Durch Weite und Wildnis“ mit Achill und Aaron Moser im Zeiss Großplanetarium Berlin
Dadurch, dass manche Fragen mehrfach beantwortet wurden und manche Fragen gar nicht beantwortet wurden, schwankt die Gesamtzahl. Es wurden ca. 55 bis 60 Schülerinnen und Schüler des Diesterweg Gymnasium Berlin befragt.
Frage: Wurde Wildnis schon einmal erlebt – wo?
Die Antworten zeigten, dass sogar Parks und Gärten als urbane Wildnis eingestuft wurden. Von gesamt 51 Antworten entfielen mit 14 Antworten die meisten auf „nein“, gefolgt von 12 Antworten mit „Wald“. Urlaubsländer, speziell Berglandschaften, wurden als „Wildnis“ erlebt
Frage: Welche Bild fällt dir zu „Wildnis“ ein?
Von gesamt 53 Antworten entfielen 33 Antworten auf den Begriff „Dschungel“, gefolgt von 9 Antworten auf „Berge und Wald/Tiere der Regionen“.
Frage: Warum gibt es in Deutschland so wenig Wildnis-Gebiete?
Von gesamt 54 Antworten entfielen der Großteil (37) auf die Aussage, „weil alles zuviel zugebaut wurde – kein Platz für Natur und Wildnis“
Frage: Kennst du Erzählungen über Wildnis und Natur aus Geschichten oder Sagen/Mythen?
Von gesamt 55 Antworten entfielen 22 negativ (kenne gar keine solchen Erzählungen), 15 Teilnehmer erklärten, sie kennen das aus Märchen, 11 Teilnehmende nannten Horoskop und Sternbilder und 5 Teilnehmende nannten religiöse Zusammenhänge (Islam/Bibel)
Frage: Welches Gefühl würdest du in totaler Weite und Wildnis wohl erleben?
Von 57 Antworten entfielen 21 auf „Angst“, 20 auf „Freiheit“, 7 auf „gar nichts/neutral“, gefolgt von etwa gleicher Verteilung auf „Glück“, „Alleinsein“ und „Neugierde“.
Frage: Welche Frage möchtest du Achill oder Aaron Moser gerne stellen?
Hier entfielen von 53 Antworten 16 auf „nichts“, 8 auf „mich interessiert, welche Gedanken sich die beiden während der Tour machten“, 7 auf „was war die schlimmste Situation“, und 5 auf „bei was hattet ihr Angst während der Tour“. Weitere Antworten etwa gleich verteilt: Habt ihr Kinder?, Warum macht ihr das?, Wie habt ihr das geschafft?, Welche Probleme musstet ihr lösen?
Einige Wochen später, die Herbstferien lagen dazwischen, haben die Jugendlichen weitere Fragen beantwortet:
Frage: Was hat dich am meisten berührt?
16 Teilnehmende sagten „nichts“ – 14 Teilnehmende sagten, die Beziehung zwischen Vater und Sohn habe sie am meisten berührt. Weitere Aussagen bei etwa gleicher Verteilung: „der alte Mann in der Hütte“ – „Beeindruckt vom Mut für ein solches Abenteuer“, „das Gefühl für die Natur in diesem Film“.
Frage: Hat der Vortrag/ die Show deinen Bezug zu Natur verändert?
Hier gab es nur 45 Antworten. Davon 24 auf „ja“ und 12 auf „nein“ – 6 auf „leider nein“ (Erwartungshaltung)
Frage: Wo siehst du den Unterschied zwischen unserem Lebensstil und dem der indigenen Bevölkerung?
Hier hatten wir gesamt nur 24 Antworten erhalten. Davon entfielen 11 auf „sie leben ohne Handy und Internet“, 9 auf „sie haben mehr Respekt vor der Natur als wir“ und 3 auf „mehr Zusammenhalt“.
Frage: Was möchtest du in Zukunft im Umgang mit der Natur anders machen?
Hier haben wir gesamt 38 Antworten. 16 sagen aus, Natur mehr schützen zu wollen, 13 sagen aus, sich mehr in der Natur aufhalten zu wollen. 3 sagen aus, alles bereits richtig zu machen. Dann gab es noch die Antworten „mehr Zimmerpflanzen aufstellen“ und „in der Natur schlafen“.
Auf die Frage Was nimmst du für dich aus der Veranstaltung mit? erhielten wir diese Antworten (46 Antworten gesamt): 12 sagen aus, sie „bewundern, dass man sowas macht“, 8 sagen aus „das Erlebnis mit dem Bär“, 8 sagen aus „Indigene Bevölkerung“ habe sie beeindruckt. Dan gab es gleichverteilt diese Antworten: So eine Reise macht Spaß – das Planetarium war toll – Der alte Mann in der Hütte - Die schöne Natur – Städte sind besser – Super, dass das ohne Handy geht und nochmals mehrere Stimmen, die sagten, sie seien beeindruckt von der Vater-Sohn-Beziehung und würden das auch gerne mit ihrem Vater machen.
Was wir resultieren:
- Wir haben eine sehr geringe Verweigerungs-Quote – insgesamt hat den Jugendlichen der Event sehr gefallen.
- Die Beschreibung von Gefühlen fällt schwer; es war gut, dass der Fragebogen an manchen Stellen Beispiele/eine Auswahl vorgab.
- Die Jugendlichen geben an, Naturerzählungen fast nur aus Märchen zu kennen, wenn überhaupt.
- Ein starkes Ergebnis ist, wie beeindruckt sich die Schülerinnen und Schüler von der Beziehung zwischen Vater und Sohn zeigten. Wir gehen davon aus, dass dieses resonante Vater-Sohn-Verhältnis und die daraus folgende Art der Präsentation/Kommunikation überhaupt erst Empfangsbereitschaft für diese Art des Inhaltes herstellte.












